Planer oder Intuitivschreiber!

Write what should not be forgotten.

Isabel Allende

Draufgängerisch losschreiben und eine traumhafte Story aufs Papier zaubern oder planlos draufloskritzeln und gegen die Wand laufen?

Ich habe mir da einen Plan zurechtgelegt. Fürs Schreiben. Habe Methoden recherchiert, eine Story zu planen. Und davon gibt es eine ganze Menge! Ich habe mir ihre Namen nicht gemerkt, aber Elemente verschiedenster Plotting-Varianten kombiniert und mein eigenes System erstellt.

Ich habe eine Idee im Kopf … Einen Titel. Eine Szene. Einen Dialog. Ein ganzes Kapitel. Einen Charakter. Einen Satz. Ich schlafe eine Nacht mit dem Ideenfetzen im Geist. Wenn ich aufwache, bin ich klar im Kopf. Ich formuliere einen Satz zum Motto meiner Story. Aus diesem Satz erschaffe ich einen Absatz. Aus diesem Absatz mache ich fünf Absätze. Und – voilá – ich habe eine Story!

Und dann plane ich die Kapitel. Lose. Nicht im Detail. Ich gewähre meinen Figuren gern Freiheit, zu handeln, wie es ihnen beliebt. Im Rahmen natürlich. Die Göttin in ihrer Welt bin immer noch ich.

Aber wisst ihr, was mir jetzt passiert ist? Ich plane eine neue Story. Die fünf Absätze sind aufs Papier gebracht. Aber die Kapitel? Die wollen sich einfach nicht in eine Excel-Vorlage zwängen lassen. Es geht einfach nicht. Sobald ich die Vorlage öffne, ziehen sie sich zurück, die Charaktere. Also lasse ich sie in Ruhe, oder? Und schreibe mal drauflos?